CMS: ProcessWire oder WordPress?

Mit den beiden Content-Management-Systeme ProcessWire und WordPress können wir ein großes Spektrum von Möglichkeiten anbieten. Beide Systeme ergänzen sich perfekt. ProcessWire wird für Sie maßgeschneidert programmiert, bei WordPress kombinieren wir fertige Templates und Plugins von Drittanbietern. Ein kurzer Vergleich aus unserer Perspektive

Zusammenfassung

Die frei programmierbare CMS-Lösung ProcessWire empfehlen wir:

  • bei gehobenen Anforderungen an eine exzellente Programmierbarkeit, optimierte Datenverwaltung, Schnelligkeit, Mehrsprachigkeit und Sicherheit
  • bei individuellen Wünsche bei Funktion und Design (also eine mögliche Maßarbeit bis ins Detail) unter Inkaufnahme eines gewissen Programmieraufwands
  • bei größeren Editoren-Teams mit wechselnden Mitarbeitern (Sie profitieren von geringen Einarbeitungszeiten und einer guten Beschränkung und Kontrolle aller Eingaben)

Das vorkonfigurierte WordPress ( in Verbindung mit spezialisierten Templates oder einem Pagebuilder) emfehlen wir:

  • bei inhaltlich unkomplizierten, aber in der Darstellung variantenreichen Marketing-Websites, wo jede Seite anders aussehen soll, die ständige Designänderungen verlangen
  • wenn eines der vielen existierenden kommerziellen und kostenlosen Themen (Templates), Designelementen und Plugins bereits für die Aufgabenstellung ausreichen
  • bei vornehmlich informativen Unternehmens- und Präsentations-Webseiten
  • für kleinere Kunden mit Standardanforderungen an das CMS und wenig Änderungsbedarf
  • für klassische Blogs


Da WordPress eine technisch fertige Komplettlösung ist, können wir nach der Installation des Systems ohne Programmieraufwand gleich mit der Eingabe und Gestaltung von Inhalten loslegen. Man bleibt mit dem Möglichkeiten aber im Rahmen dessen, was die Software „erlaubt“ (was oft völlig ausreicht).


ProcessWire 3

Einfache Programmierung, volle Flexibilität

Für Entwickler:

  1. Flexibilität: ProcessWire trifft keinerlei Annahmen, für welche Aufgaben es benötigt wird. ProcessWire wird genau so programmiert, wie es das Konzept und gewünschte Layout vorsieht. Der Einsatz von komplexen Templates, Plug-ins, Add-ons und Modulen von Drittanbietern ist nicht notwendig. ProcessWire ist nicht nur ein CMS, sondern eine kleine, moderne und sehr elegante Programmierumgebung (Framework). Damit kann man benötigte Elemente einfach selbst programmieren (und das genau so wie man es braucht), statt nach vorgefertigten Modulen Ausschau halten zu müssen.
  2. Schnell: Das schlanke Programmdesign und das ausfeilte Datenbankdesign ermöglichen schnellladende und schlanke Webseiten ohne überflüssigen Ballast. Das moderne Cachesystem (Zwischenspeicher) bringt weitere Geschwindigkeit.
  3. International: Beherrschst eine echte Mehrsprachigkeit im Frontend perfekt out-of-the-box.
  4. Skalierbarkeit: Auch sehr große Systeme mit vielen Daten und mehreren Domains sind für ProcessWire kein Problem. Beispiele aus der Praxis belegen dies eindrucksvoll.
  5. Gute Programmierbarkeit: Das System (Core) hinter ProcessWire ist durchdacht, anpassbar und ausgefeilt. Programmieraufgaben in Teams werden erleichtert und die Entwicklungszeiten verkürzt. Das System ist wenig komplex, einfach anzupassen, zu warten, sicher und aktuell zu halten.
  6. Datenverwaltung: Eine ProcessWire Seite kann beliebig viele Inhaltsbereiche (Datenfelder) mit unterschiedlichen Eigenschaften haben. Es kann genau festgelegt werden, welche Inhalte diese haben dürfen, wo und wie diese verwendet und dargestellt werden. Das Endresultat ist damit sehr gut plan- und steuerbar.
  7. Contentausgabe: Die mögliche softwaregestützte Datenaufbereitung ist eine der großen Stärken dieses Systems. Bis ins kleinste Detail kann programmiert werden, wie Menus und Inhalte automatisiert oder manuell zusammengestellt, gefiltert, sortiert, ausgegeben und dargestellt werden, welche SEO-Features man benötigt und wie diese eingesetzt werden.
  8. Dokumentation: Vieles in ProcessWire ist nach einer sehr kurzen Einarbeitungszeit selbsterklärend, besonders, wenn man das von jQuery übernommene Programmierprinzip bereits kennt. In einem, von einer sehr freundlichen, hilfsbereiten Community betriebenem Internetforum gibt es zu fast allen Fragen versierte Anwtorten. Es ist immer wieder verblüffend, was andere User mit ProcessWire machen und wie sie arbeiten.

Für Designer und Kunden:

  1. Designfreiheit: Unabhängigkeit von vorgefertigten Design-Templates und -Add-ons und deren Möglichkeiten und Einschränkungen. Der Designer hat die volle Kontrolle über wirklich alle Aspekte des Layouts. Das Template-System ist einfach anzuwenden und bleibt dadurch übersichtlich: Designaufaben können präzise gelöst werden. Wollen das tolle neue Design-Feature, was Sie irgendwo gesehen haben? Das lässt sich einbauen, ohne auf Fremdmodule warten zu müssen.
  2. International: Mehrsprachige Websites sind sehr einfach zu verwalten.
  3. Rechtevergabe: Rechte können sehr genau eingestellt werden. Es können sogar Benutzerrechte für einzelne Felder festlegt werden und dort, welche Art von Inhalten erlaubt ist oder welche enthaltene Sprache bearbeitet werden darf. Das schützt die Software wirkungsvoll for Falscheingaben und ist besonders in Teams mit wechselnden oder ungeschulten Mitarbeitern sehr hilfreich.
  4. Perfekte Verwaltung: Der Admin-Bereich kann anwendungsbezogen nach den Bedürfnissen der Redakteure genau geplant und aufgebaut werden und damit auch komplexe Sachverhalte einfach und übersichtlich verwaltbar machen. Eingabebereiche sind meist selbsterklärend und genaue Vorgaben für die einzelnen Bereiche schützen den Bearbeiter. Er muss keine Angst haben, Layouts durch Fehleingaben zu zerschießen.
  5. Pflegeleicht: Geringe Wartungskosten. Auch wenn ProcessWire als ein sehr sicheres CMS gilt, ist es ratsam, die Software, Module und Templates aktuell zu halten und auch gute Backups nicht zu vergessen. Hierfür bieten wir günstige Service-Verträge.
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Unsere Einschätzung

  Für Webseiten mit komplexen, anspruchsvollen und individuellen Design- und Datenverarbeitungsaufgaben bietet sich das auf die speziellen Anforderungen eines Projekts genau abgestimmte, programmierbare ProcessWire an. Besonders mehrsprachige Websites lassen sich hiermit vergleichsweise einfach, hochoptimiert und robust umsetzen, sowohl für den Programmierer als auch für den Content-Bearbeiter.

Sie erhalten volle Flexibilität bei der softwaregestützten Erzeugung, Verknüpfung und Darstellung von Daten unterschiedlichster Art und die Unabhängigkeit von vorgefertigten Templates und Add-ons. Das CMS kann punktgenau an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Auch ungewöhnliche Aufgabenstellungen sind meist machbar.

Für den Editor der Seite ist die Eingabe einfach, übersichtlich und wenig fehleranfällig, da der Editor in der Regel keine Layout-Aufgaben lösen muss.

Haben Sie strukturierte Daten, wie z.B. Produktseiten, die immer gleich layoutet sein sollen und wollen später Änderungen an der der Struktur vornehmen (z.B. eine weitere Information oder eine andere Anordung)? Bei ProcessWire ist das meist einfach und mit wenigen Handgriffen im Template zu erledigen und alle Seiten sind umgestellt.

  Dieses System ist nicht „mal eben” auf andere Layouts umstellbar. Es ist immer Zeit und Programmieraufwand erforderlich. Es setzt voraus, dass das Design vorab genau festgelegt ist. Das verdoppelt die Arbeit: erst muss der Designer alle Aspekte des Layouts und der Gestaltung genau definieren, dann auf die Webumsetzung warten und meistens häufiger nachjustieren. Bei Baukastensystemen, wie WordPress-Pagebuildern, gestaltet der Designer direkt auf der Website und kann direkt seine Entscheidungen online prüfen und justieren.

Daher eignet sich ProcessWire nicht für gestalterisch schnell änderbare Websites, auf denen Designer, SEO und Editoren ohne Programmierkenntnisse möglicherweise gemeinsam an den Inhalten und zugleich an der Darstellung arbeiten und alle erzeugten Seiten unterschiedlich layoutet sein sollen.

Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis mit ProcessWire baukastensystem-ähnliche Rapid-Developement Lösungen als Zusatzoption möglich sind, wie man das von WorPress-Pagebuilder-Plugins her kennt. Erste vielversprechende Ansätze existieren dort inzwischen, und auf dieser TBA-Website testen wir solche Ansätze bereits und entwickeln daraus eigene Lösungen.


Tipp: Das renommierte deutsche Computermagazin c’t enthält im März 2015 ein umfangreiches Feature zu ProcessWire.


WordPress 4 (mit PageBuilder)

Websites ohne Programmieraufwand möglich

  1. Verbreitung: WordPress ist das am meisten verbreitete CMS-System der Welt. Geschätzte 20% aller Webseiten laufen mit diesem CMS und es wird auch beim TBA gern für bestimmte Aufgaben eingesetzt.
  2. Rapid Design ohne Programmieraufwand: Designer, Editoren und SEO-Teams können wegen einer enormen Vielzahl fertiger Templates und Module in vielen Anwendungsfällen neue Inhalte problemlos zusammenstellen, ohne einen Programmierer für die Umsetzung zu benötigen. Marketing-Variantentests (A-B-Tests) sind mit dem System kein Problem. Das spart Zeit und Geld.
  3. Dokumentation: Wegen der weiten Verbreitung findet man durch gute Literatur und zahlreiche Online-Tipps für fast jede Frage eine schnelle Antwort.
  4. Vielseitigkeit: In der von uns verwendeten Kombination mit Qualitäts-Template und passenden Modulen sind neue Seiten sehr vielseitig und schnell aufsetzbar. Durch eine enorme Zahl fertiger Module und Templates lässt sich WordPress rasch erweitern.
  5. Rechtevergabe: Durch eine einfache Vergabe von Rechten (Lesen, Schreiben, Ändern, Löschen) wird die Arbeit im Team erleichtert. Jeder kann im zugewiesenen Bereich der Website arbeiten, ohne versehentlich Schaden auf tieferer Ebene anzurichten.
  6. Sicherheit: Aktualisierungen des Systems und der verwendeten Erweiterungen sind bei WordPress in der Regel sehr einfach und zuverlässig umsetzbar, zudem stehen ergänzend gute Sicherheits-Erweiterungen zur Verfügung. Die große Anzahl von Nutzern hilft, dass Fehler schnell gefunden und behoben werden können. Es ist zwingend erfoderlich, WordPress und die verwendeten Templates und Module technisch aktuell zu halten, da gerade so populäre Systeme häufig Angriffen ausgesetzt sind. Wir bieten günstige Service-Verträge, um Ihnen diese Arbeit abzunehmen und zudem für gute Backups zu sorgen.
  7. Blog: WordPress war ursprünglich ein Blogsystem. WordPress bietet also bereits in der Grundausstattung einen perfekt konzipierten Blog für Ihre Unternehmensnachrichten, welcher bei anderen CMS-Systemen nur als Sondermodul vorhanden wäre. Blogs spielen gerade bei der Kundenbindung und der Suchmaschinenoptimierung eine immer größere Rolle.
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Unsere Einschätzung

  Jede einzelne Webseite lässt sich im Rahmen der Möglichkeiten, welche die gewählten Templates und Module vorgeben, fast beliebig gestalten. Der Bearbeiter hat nicht nur Zugriff auf die reinen Daten sondern auch auf große Teile des Layouts. Diese Systeme eignen sich für Rapid Design/-Development.

Mehrsprachige Websites sind bei WordPress von Haus aus nicht möglich. Lösbar ist diese Aufgabe mit einem kommerziellen Plugin (WPML), welches jedoch tief in das System eingreift und die Wartung von Wordpress aber auch die Eingabe von Content deutlich komplexer macht.

  Flexibilität hat bei „Baukastensystemen“ den Nachteil, das oft viel konkret nicht benötigter Programmcode mit verarbeitet werden muss. An Grenzen stößt das System unter anderem, wenn die Website zuviel und zu komplizierte Aufgaben erledigen muss. Es gibt zwar Plugins für alles Mögliche, aber je mehr Plugins man wählt, desto komplexer und dadurch anfälliger wird das System. Dann kann insbesondere der Administrationsbereich deutlich spürbar langsamer werden. Vom Bearbeiter, der Zugriff auf Design hat, werden zudem gute Grundkenntnisse der Gestaltung vorausgesetzt (bzw. es müssen verbindliche Style Guides festgelegt und vorgeschrieben werden), damit das Design der Website einheitlich bleibt.

Von WordPress ist bekannt, dass ein schneller Wechsel von einem Fertigtemplate zum nächsten möglich ist und bereits dadurch einen komplett anderen Look erzeugen kann (Design-Update). Dies können wir nur mit Einschränkung bejahen: Bei komplexen Templates und Page-Builder-Modulen bedeutet ein solcher Wechsel von Templates unter Umständen aufwendige Nacharbeiten und Reparaturen oder können auch, je nach Plugin, komplett erschwert sein.

Natürlich kann man theoretisch auch Wordpress für eigene Zwecke „programmieren”, indem man z.B. eigene Templates und Module schreibt. Unseren Erfahrungen nach kamen wir in allen getesteten (etwas komplexeren) Fällen mit ProcessWire zu besseren Ergebnissen und das in einem Bruchteil der Zeit.

Ein Beispiel: Sie haben strukturierte Daten, wie z.B. Produktseiten mit 100 Produkten in 2 Sprachen, die immer gleich layoutet sein sollen und Sie wollen später Änderungen an der der Struktur vornehmen (z.B. eine weitere Information oder eine andere Anordung)? Mit einem PageBuilder erzeugte Seiten würden Sie Seite für Seite und Sprache für Sprache ändern müssen, wenn diese Seiten weiterhin gleich aussehen sollen. Oder sie verzichten hier von Anfang an auf einen PageBuilder. Wenn Sie nicht das Glück haben, ein genau passendes Plugin für die Aufabe zu finden (z.B. „WooCommerce“), könnten Sie mit Plugins für weitere Datenfelder („advanced Fields“), eigenen Wiederholseiten („custom post types“) und mit eigens programmierten Templates arbeiten - dann hätten Sie auf umständliche und meist für Editoren nicht so intuitive Art etwas nachgebaut, was ProcessWire bereits von Haus aus bereits einfach und perfekt kann.

 
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